Landschaften der Nordostschweiz
Bevor wir uns mit der Region Wil auseinandersetzen, müssen wir die Landschaften oder die Geologischen Räume der Nordostschweiz verstehen. In der unteren Karte habe mit Hilfe des Reliefmodels des Bundesamtes für Kartegeographie, die Geologischen Gebiete darzustellen. Es werden nur die Wichtigsten Gebiete dargestellt, die eine bestimmte Ausdehnung haben und eine bestimmtes Merkmal. Auch ersichtlich wo die Landschaftsräume sich abgrenzen (Rote Grenzlinien). Untermauert ist dies mit den Grünen Pfeilen der Wetterfrontenrichtungen. Durchgezogene Pfeillinien stellen den mehrheitlichen Frontenverlauf dar. Gestrichelte Pfeillinien stellen den verkommenen Regeländerungsfall dar. Landschaftsraumgrenzen aber auch Wetterfrontrichtung sind unterworfen wenn Sie auf ein Bergland treffen.

(C) Bundesamt für Kartegeographie (SwissTopo)
Auf der Landkarten sieht man Zahlen, die ich genauer Erläutern möchte.
Zahl 0: Enges Tal
Die Täler Kempthal, Eulachtal, Murgtal, Jonatal (Bei Wald ZH), der Ricken und das Lauchetal sind geprägt von Engen Durchgängen. Das bedeutet hier können Wetterfronten abgetrieben oder gestaut bleiben. Es kann aber auch Vorkommen das diese Wetterfronten diese Talportale durchqueren. Wahrscheinlicher ist das hohe Zirruswolken das Gebiet überfliegen und sich auf der anderen Seite des Durchganges zu einer Wetterfront ausbreiten. In Wil sieht man häufig das Phänomen das ein Wetterfrontsystem im Westen einfach stehenbleibt oder nach Nordnordosten, entlang der Thurebene, abgetrieben wird. Am verletzlichen ist der Ricken und das Eulachtal, dass dort eine Wetterfront durchkommt.
Zahl 1: Wetterfront wechselt die Richtung
Im Glatttal, am Zürichsee, im Brübachtal und in der Thurauebene können Wetterfronten auch die Richtung ändern. Hier haben Sie genügend Platz für den Durchgang der Wetterfronten.
Zahl 2: Rückstau
An den Appenzeller Alpen kann es passieren, das Wetterfronten nicht mehr weiterkommen und sich Richtung Nordwest aufblähen oder sogar dorthin Abtriften wird.
Zahl 3: Gegenseitige Richtung
Im Glatttal und im Toggenburg können Wetterfronten sowohl Richtung Süden wie auch Richtung Norden wandern. In Süd – Nordrichtung nennt man das Föhn. Aber auch kann im Toggenburg auch Rückstau bilden. Gewitterzellen wanden dann von Süden in den Norden getrieben. Was manchmal auch vorkommt, ist das eine Wetterzelle die Übergänge der Thurauebene oder der Brübachtal nutzt dann der Thur aufwärts folgt und im Toggenburg Regen bringt. Das dann die Nord – Südrichtung. Die meisten grossen Unwetter sind in der Zentralen Nordostschweiz so gefolgt.
Zahl 4: Wetterfront entstehende Zone
In der Nordostschweiz gibt es einen Berg der auch Wetterfronten Bilden kann. Der Berüchtigte Säntis. Ein schöner Berger, der man von weiten sieht. Er zieht hochfliegende Wolken (zum Beispiel Zirrus) an und zieht diese wie ein Magnet an den Berg. Dann lässt er diese zu Wetterfronten anwachsen, das heisst die Wolken werden zwar grösser aber auch schwerer. Somit sinken die Wolken und können den Säntis nicht mehr überqueren. Wie ein Magnet hat dieser auch zwei Seiten. Der Säntis stösst dann die Wolken Richtung Nordwesten ab. Dieses Phänomen ist sehr häufig anzutreffen.
Zusammenfassung
Die in der Legenden erklärenden Spezialitäten, können zusammenwirken. Beispielsweise hat Wil nicht gewonnen wenn das Eulach (Winterthur) bzw Murgportal (Frauenfeld) die Wetterfronten entlang der Thurebene (Weinfelden) Abtriften. Es kann dann sein das, dass Thurauebeneportal die Wetterfront aus Nordost Richtung Wil reinlässt und dank der Thur noch aufgeheizt hat. Hat die Wetterfront die Region Wil erreicht, kann es zu einem langsameren Abweichen kommen. Das Wiler Plateau wirkt dann wie ein Servierteller und die angrenzenden Berglandschaften wie ein Trichter. Am ehesten der Thurau kann die Wetterfront weiterziehen. Häufig ist es das eine Gewitterzelle im oberen Glatttal stecken bleibt. Das erklärt warum Häufig im Berner Land und in der Zentralschweiz Gewitter aktiv sind, aber die Nordostschweiz oder die Appenzeller Alpen nie erreichen.
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